Mittwoch, 20. Juli 2016

Sprachkurse Grenkestiftung



Spende für zusätzliche Sprachkurse

Dank einer großzügigen Spende der Grenke-Stiftung kann die Volkshochschule Baden-Baden 37 Flüchtlingen aus Kamerun, Togo, Nigeria und Gambia zwei zusätzliche Sprachkurse anbieten, die mit einem A-2 Niveau enden - das bedeutet, dass die Flüchtlinge bis Ende des Jahres die wichtigsten Alltagssituationen gut alleine meistern können. Gestern wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Ohne die Spende in Höhe von 40 000 Euro hätten die Flüchtlinge keine Chance auf einen Deutschkurs gehabt, weil der Bund nur Sprachunterricht für anerkannte Asylbewerber mit mindestens zweijähriger Aufenthaltserlaubnis oder für Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive (Syrien, Iran, Irak und Eritrea) fördert. Entsprechend dankbar waren sowohl die Flüchlinge als auch die Verteter der Stadtverwaltung, allen voran Oberbürgermeisterin Margret Mergen der großzügigen Spenderin Anneliese Grenke. Diese konnte zusammen OB Mergen, Bürgermeister Michael Geggus und VHS-Leiterin Monika Burck auch gleich am eigenen Leibe erfahren, wie es ist, eine kompett fremde Sprache zu lernen: Sprachkoordinatorin Agata Schnepf (links) brachte den unvorbereiteten Ehrengästen ein paar polnische Sätze bei. Da kam so mancher ins Schwitzen.




Den ganzen Bericht und weitere Informationen und Geschichten über das Thema Asyl in Baden-Baden finden Sie auf meinem extra Blog,


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Bitte speichern Sie die neue Seite. Ich betreibe die Blogs in Eigenregie ehrenamtlich und habe mich dafür entschieden, im Moment meine ganze Kraft der Integration der Flüchtlinge zu widmen. Das Forum Baden-Baden wird aus diesem Grund nur noch sporadisch mit Geschichten bestückt.

Danke für Ihr Verständnis und vielleicht auf Wiedersehen bei der Flüchtligshilfe! Es würde mich freuen! 





Sonntag, 10. Juli 2016

Oberton-Klangtherapie


Menschen in Baden-Baden, heute: 

Harald Nehmert

Es ist eine andere, eine ganz besondere Welt, in die man eintaucht, wenn man den kleinen Laden mit den grünen Fensterläden in der Stephanienstraße betritt. Gitarren hängen an den Wänden, Trommeln stehen herum, Teppichen liegen auf dem Boden und Sitzkissen, und es gibt auch exotische Instrumente, die so einmalig sind wie der Mann, der sie baut, spielt und verkauft: Harald Nehmert.


Freundlich und zurückhaltend steht der 57jährige in dem kleinen Raum, die Ruhe selbst. Draußen braust der Strom der Autos vorbei, drinnen kommt man unweigerlich runter, passt man sich unwillkürlich einem ganz anderen Rhythmus an, dem Rhythmus der Ruhe, der Bescheidenheit, des Wohlfühlens, der Achtsamkeit.

Hier das Bild einer indischen Gottheit, dort ein indisches Musikinstrument – schnell wird klar, wo Harald Nehmert seine Ruhe gefunden hat: in Indien, vor vielen, vielen Jahren. 1982 hatte der gebürtige Rastatter gerade seine Schreinerlehre in Balg beendet, als er alles stehen und liegen ließ, den Rucksack schnürte und loszog. 


 

Was war passiert? Gab es einen Auslöser?

Nehmert hält kurz inne, dann lächelt er versonnen und versucht eine vage Erklärung, die mit wenigen Worten ausdrückt, was ihn zu diesem radikalen Schritt bewegt hatte: „Ich hatte einen strengen Vater, einen strengen Lehrer und einen sehr strengen Pfarrer. Ich war daher auf der Suche nach einem neuen Weltbild, nach einer neuen Spiritualität.“

Indien also war sein Ziel, wie bei vielen jungen Leuten Anfang zur damaligen Zeit. Also ein Freak im Ashram? Ein asketischer Aussteiger aus der Suche nach Esoterik? Ein ausgeflippter Hippie, der seinem Yogi folgt? Beileibe nicht! Nach Vater, Lehrer und Pfarrer brauchte er wahrlich keine neue männliche Führungsperson mehr. Er ließ ganz einfach Land und Leute auf sich wirken. „Ich zog ein Jahr mit dem Rucksack durchs Land, lernte es lieben, fand unter den Einheimischen wahre Freunde, lebte und arbeitete mit ihnen, half ihnen und machte mit ihnen zusammen Musik.“

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Es muss eine ganz besondere, tiefe Erfahrung gewesen sein, die ihn seitdem nicht mehr loslässt. „Mein Weltbild wurde auf den Kopf gestellt.“ Mit der Karma-Lehre habe er einen neunen Lebenssinn gefunden. Und er habe sich auf der Stelle in die Landschaft und die Menschen verliebt, sagt er. 


 

Was ist so unterschiedlich zum Leben in der westlichen Welt? 

Die zwischenmenschlichen Beziehungen zum Beispiel. Sie hätten in Südostasien einen anderen Stellenwert als in Deutschland. „Hier bei uns bin ich Einzelkämpfer, dort zählen familiäre und freundschaftliche Bindungen und Nähe.“ So zieht es ihn alljährlich nach Indien zurück, wo er mit vielen kleinen Hilfsprojekten arme Menschen, Leprakranke und Straßenkinder unterstützt. „Ich schicke ihnen privat Geld“, umreißt er die Hilfe, die er gibt. „Ich selber brauche ja nicht viel. Aber dort sind sie bedürftig, obwohl sie alle arbeiten.“

Auch in Deutschland, in Baden-Baden, zeigt Harald Nehmert sein großes soziales Herz: Seit zwanzig Jahren leitet er nun schon Bluna-Band (abgeleitet vom Werbeslogan aus den 70ern – „sind wir nicht alle ein wenig Bluna?“) der Lebenshilfe in Steinbach, in der er gemeinsam mit geistig und körperlich Behinderten auf einfachen Instrumenten, zumeist Trommeln, Musik macht. Auftritte im Kurhaus und zusammen mit dem Musikverein Sinzheim gehören zu den Höhepunkten der Band, es wurde sogar eigens ein symphonisches Werk für sie geschrieben und aufgeführt. 

Hier ein Video von Baden-Baden-TV dazu => KLICK




„Das ist mit die schönste Arbeit für mich“, sagt Nehmert, und man spürt deutlich, wie erfüllend und wichtig dieses ehrenamtliche Engagement für ihn ist. Seine Bandmitglieder sind ihm im Laufe der vielen Jahre sehr ans Herz gewachsen, und er freut sich zu sehen, wie sie sich durch die Musik bestätigt fühlen, wie sie Ruhe finden und an Selbstvertrauen gewinnen.

Hier ein Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten dazu => KLICK

Musik bestimmte Harald Nehmerts Leben von kleinauf. Schon mit fünf Jahren lernte er Klavier, mit 13 Jahren brachte er sich selbst Gitarrespielen bei, dann kam in den 90er Jahren noch Percussion dazu, inspiriert durch die Bekanntschaft mit vielen afrikanischstämmigen Migranten. Die Musik nahm immer breiteren Raum in seinem Leben ein, und folgerichtig gab er 1993 sein Möbelrestaurations- und Antiquitätengeschäft auf, das er, nach seinem Indienjahr zurückgekehrt, zehn Jahre lang in Rastatt betrieben hatte. Es erschien ihm irgendwann einfach nicht mehr kreativ genug, vorhandene Möbel zu reparieren und zu verkaufen.




Und so begann er, in seiner Werkstatt in Hügelsheim auf eigene Faust Instrumente zu bauen. Obertoninstrumente sind dies, auf diesem Gebiet ist er international anerkannter Spezialist. Seine Kunden kommen aus der ganzen Welt, die meisten aus den USA und der Schweiz, wo das „healing“ besonders verbreitet ist. Das Geschäft läuft gut, auch ohne Marketing und Webseite, einfach nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda.



Seit gut einem Jahr hat Nehmert nun einen kleinen Verkaufsladen in der Stephanienstraße, den er jeden Freitag und Samstag ab 14 Uhr öffnet. Denn „die Leute wollen die Instrumente sehen, hören, ausprobieren.“ Viele Therapeuten wenden sich an ihn, die den Klang nutzen, um Körper und Geist ihrer Patienten zu öffnen. Neuland sei das, gibt er zu, aber eines, das ihn fasziniert. Seit vielen Jahren hat auch er bereits viele und gute Erfahrungen auf dem Gebiet der Klangtherapie gesammelt.

Oberton-Klangtherapie – was ist das?

Flaggschiff unter den vielen exotischen Instrumenten, die er baut, ist der Klangtisch, auf dem auf der Unterseite der Tischfläche 80 Saiten auf einen Ton gespannt sind und miteinander harmonieren. Liegt ein Patient auf diesem Klangtisch, badet er quasi in Obertönen. Er hört den Klang, er spürt die Schwingungen. „Das macht Freude. Es harmoniert Körper und Seele. Angenehme Bilder kommen hoch, Traumbilder, aus denen die Seele spricht.“ Selbst die größten Zweifler könnten dies erleben, davon ist Nehmert aus Erfahrung überzeugt. Niemand könne sich der angenehmen Wirkung der Klangtöne nicht entziehen. 

Hier ein Video dazu => KLICK



Die Wachträume entstünden durch das harmonisierende Zusammenspiel von Vibration und Obertönen, eine Wirkung, wie man sie sonst vielleicht nur nach lang eingeübter Mediation erreiche könne. Bei der Klangtherapie allerdings trete die Wirkung sofort und ganz von alleine ein, man müssen nichts weiter tun als zu liegen und zu hören und zu spüren. Wenn gewünscht, steht Harald Nehmert anschließend auch zur Verfügung, um diese Traum-Bilder zu deuten. Jahrzehntelange Erfahrung befähigt ihn dazu. Das Heilen helfe dann auch ihm selbst, denn: „Je mehr ich verschenke, umso mehr bekomme ich zurück.“

Auch deshalb nimmt er keine festen Sätze für seine Klangtherapie. Jeder gebe einfach das, was ihm diese Erfahrung wert sei. Und wenn jemand gar kein Geld hat, findet er auch eine Lösung. Reich werden will er nicht. „Ich bin ein genügsamer Mensch“, gesteht er, und man glaubt es ihm sofort.




Dass er in der Stephanienstraße in Baden-Baden gelandet ist, ist eher Zufall: Ein Musikerfreund hatte ihn auf den leerstehenden Laden aufmerksam gemacht. Und seit er hier residiert, öffnet er sich auch einem ganz neuen Publikum, denn sein Geschäft liegt auf dem täglichen Einkaufsweg der Bewohner des alten Vincentiushauses, das seit Anfang 2015 als Flüchtlingsunterkunft dient.





Und schon hat er eine neue Idee entwickelt: Einmal in der Woche möchte er ab sofort Flüchtlingen Gitarrenunterricht geben, und ihnen, weil sie ja auch in der Zwischenzeit üben müssen, die Gitarren sogar schenken – mit dem Wunsch, dass sie sie zurückbringen, wenn das Interesse erlahmt. Es werden keine hochwertigen Instrumente sein, aber sie werden, so hofft er, ihren Zweck erfüllen. Denn gewiss gebe es einige unter seinen neuen Schülern, denen es genauso geht wie ihm: „Ohne Musik könnte ich nicht leben.“


 

Mehr Geschichten über Menschen in Baden-Baden lesen Sie hier => KLICK

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Sonntag, 3. Juli 2016

Aisha A.

Happy End in Baden-Baden

Aisha steht im Eingangsbereich der Flüchtlingsunterkunft und spielt mit ihrem Smartphone. Das Display ist zerbrochen, aber alles andere funktioniert. Gottseidank. Es gab auch andere Zeiten, in denen der Akku über Tage hinweg leer war und ihre Familie schier verrückt wurde aus Sorge um sie. Damals auf der Flucht, die sie ganz alleine angetreten hatte.

Ich habe die freundliche junge Ärztin, die seit Februar in Baden-Baden lebt, Ende April durch Zufall kennengelernt und war gleich gefangen von ihrer positiven Art. Offen berichtete sie mir schon bei der ersten Begegnung, was sie zur Flucht veranlasste, und wie man überlebt in einem Land, in einer Stadt, in der man nie sicher war vor Gewehrschüssen, Panzern und explodierenen Bomben. "Wenn es für kurze Zeit aufhörte, kamen wir aus unseren Verstecken und freuten uns, dass wir noch lebten", hatte sie damals berichtet. Und das ist ihre Geschichte




Bitte lesen Sie weiter auf meinem Blog www.Fluechtlingshilfe-Baden-Baden.de und zwar hier => KLICK

Weitere Geschichten über Menschen in Baden-Baden finden sie hier => KLICK

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Freitag, 24. Juni 2016

Burda- Grosse

Sommerausstellung: Katharina Grosse





Noch bis 11. Oktober sind im Museum Frieder Burda in Baden-Baden die großformatigen Bilder von Katharina Grosse zu sehen. 
Die 1961 in Freiburg im Breisgau geborene Künstlerin verwendet für ihre Malerei eine mit Kompressor betriebene Spritzpistole. Sie studierte an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf und lebt und arbeitet in Berlin, wo sie bis 2010 zehn Jahre lang Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee war. Seither lehrt sie an der Kunstakademie Düsseldorf Malerei.

Hier ein Video von arte.tv über ihre Arbeitsweise => KLICK
 





Das Burda Museum bietet eine Reihe von Sonderveranstaltungen zur Ausstellung an.

Unter anderem:

Kreative Schreibwerkstatt
Am Donnerstag, 30. Juni, 16 Uhr und  Sonntag, 2. Oktober, 13 Uhr.
(90 Minuten, Gebühr 5 Euro)

Künstlerabend 
Katharina Grosse im Gespräch mit Helmut Friedel
Donnerstag, 18. August, 19 Uhr, (Gebühr 15 Euro)

Kammerkonzerte des SWR Sinfonieorchesters
Samstag, 25. Juni und 9. Juli, jeweils 20 Uhr (Eintritt 12 Euro - Tickets nur online)

Im Gespräch
Franz Alt und Norbert Blüm zum Thema Flüchtlinge
Donnerstag, 22. September, 19 Uhr (Eintritt 15 Uhr zugunsten Rundem Tisch Asyl Baden-Baden - Karten nur online => KLICK)

Weitere Informationen auf der Webseite des Museums => KLICK





Montag, 20. Juni 2016

Stammtisch


Sorgen-Stammtisch ab 7. Juli

Die Befürchtung wird zur Wahrheit - die Ärzte diagnostizieren Demenz. Für die meisten Menschen ist diese Nachricht ein Schock, der erst einmal verdaut werden muss. Viele Menschen schotten sich ab, wollen mit niemanden über ihre Ängste und Sorgen sprechen. Aber gerade für Menschen mit Demenz ist es enorm wichtig, sozial eingebunden zu bleiben. Viele schämen sich und ziehen sich immer mehr zurück. Dies ist genau der falsche Weg. Die Diagnose Demenz kann jeden, in jedem Alter treffen. Der offene Umgang mit dem Thema macht vieles leichter, wenn man sich nur getraut. Oft hilft es über den eigenen Schatten zu springen. Denn das Leben mit einer Demenz geht weiter. Man kann nach wie vor positive Erlebnisse haben, neue und schöne Erfahrungen machen und trotz Demenz gerne und gut leben.
Genau an diesem Punkt möchte die Alzheimer Gesellschaft Baden-Baden e.V. mit ihrem neuen Angebot ansetzen. Das Pflegen sozialer Kontakte vertreibt nicht nur negative Gedanken, sondern wirkt sich auch positiv auf die Hirnleistung aus, denn Gespräche und Unternehmungen fördern das Denken und Erinnern. Es tut einfach gut, sich unkompliziert und unverbindlich zu treffen und über alles Mögliche ins Gespräch zu kommen.


Ab dem 07. Juli 2016 gibt es daher jeden 1. Donnerstag im Monat ab 15:30 Uhr in der Geroldsauer Mühle einen offenen Stammtisch für Menschen mit und ohne Demenz. „Der Ort wurde bewusst in einem Lokal gewählt“, so Evelyn Helmke, Ansprechperson für das Treffen. Es geht darum einen lockeren Rahmen anzubieten um sich ungezwungen auszutauschen und evtl. gegenseitig zu unterstützten. Mit Spaß am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, trotz der ein oder anderen Einschränkung, steht im Vordergrund. Je nach Wunsch kann die Gruppe auch zukünftige verschiedenste Aktivitäten und Ausflüge planen.
Selbstverständlich sind auch Angehörige sowie Freunde und Bekannte herzlich eingeladen. Oft brauchen Angehörige genauso Mut, wenn Menschen mit Demenz sich, nach üblichen Maßstäben, ungewöhnlich verhalten und es zu vermeintlich peinlichen Situationen kommt. Viele haben das Gefühl, das die anderen dadurch irritiert oder belästigt werden. Doch Mitmenschen reagieren oft verständnisvoller und toleranter als vermutet. Probieren Sie es aus und getrauen Sie sich. Für weiteren Informationen können Sie sich unverbindlich an Evelyn Helmke 07221/32181 wenden.
Machen Sie den ersten Schritt und kommen Sie zum Stammtisch!

Montag, 13. Juni 2016

Stadtteilfest

Multikulti beim Caritas Stadtteilfest

Beim 21. Stadtteilfest in der Briegelackerstraße am Samstag, den 18. Juni, gibt es wieder viele Gelegenheiten zur kulturellen und persönlichen Begegnung. Die Kindergartenkinder singen zur Begrüßung. Nach der offiziellen Eröffnung um 14 Uhr mit einem Grußwort von Oberbürgermeisterin Margret Mergen bieten die Mitarbeiter des Caritasverbandes zusammen mit vielen teilnehmenden Gruppen ein multikulturelles Programm, tolle Spielangebote und internationale Spezialitäten. Viele Sprachen, Düfte und kulturelle Darbietungen machen auch den Charakter des in Baden-Baden einmaligen Festes aus.



Auf der Bühne sind internationale Musik und Tänze, der Kinderchor sowie die Afrikanische Tanzgruppe des Stadtteilzentrums zu hören und zu sehen. Weitere Tänze zeigen die Tanzgruppe des Deutsch-Türkischen Kulturvereins, die Alt Baden-Badener Bürger und viele weitere Gruppen. Gegen Abend sorgt die Gruppe „Talking Drums“ mit afrikanischen Rhythmen für Stimmung.

Viel Spaß und Vergnügen für Kinder versprechen zahlreiche Spiel-, Bastel- und Mitmachaktionen, die von örtlichen Vereinen und Initiativen angeboten werden. Als besonderes Highlight gibt es auch in diesem Jahr die Rettungswagen-Hüpfburg des DRK. Neu mit dabei ist in diesem Jahr erstmalig der ADFC mit seinem Fahrradparcours für Kinder.

Wer will, kann sich wieder auf eine abwechslungsreiche kulinarische Weltreise begeben. Die Speisekarte umfasst neben einheimischen und französischen Grillspezialitäten landestypische Gerichte aus Eritrea, Russland, der Türkei und vom Balkan. Die Besucherinnen des Café IDA, einem Projekt des Stadtteilzentrums bieten typisch afrikanische Spezialitäten an.

Das Fest findet von 14.00 – 21.00 Uhr statt. Neben einem Mountainbike und einem Tablet-PC gibt es bei der großen Tombola viele weitere Preise zu gewinnen. Der Erlös des Festes kommt der Kindertagesstätte und der Jugendarbeit des Caritasverbandes im Stadtteilzentrum zu Gute. Alle Bürgerinnen und Bürger aus Baden-Baden und Umgebung sind herzlich eingeladen.



Sonntag, 29. Mai 2016

Straßenfußball - Chris Huck

Menschen in Baden-Baden, heute:

Chris Huck und der Straßenfußball

So erfüllend und lohnend ehrenamtliche Flüchtlingshilfe auch ist – manchmal kommen die Helfer an ihre Grenzen. Dann braucht man schon eine Menge Durchsetzungs- und Durchhaltevermögen, um dranzubleiben. Chris Huck, ein engagierter sportlicher junger Mann, kann ein Lied davon singen.




Hier seine Geschichte – die zum Glück gut ausgeht:

Kennt das noch jemand? Man schnappt sich einen Ball, geht auf die Straße, dribbelt ein bisschen – und schon kommen andere Jungs aus der Nachbarschaft dazu und man ist mitten drin im schönsten Fußballspiel. Früher funktionierte das. Ohne Handy, ohne Computer, ohne Verabredungen. Einfach so. Früher.

Warum soll das eigentlich heute nicht auch gehen?

Das fragte sich der 29jährige gelernte Maschinenbautechniker aus Bühl vor ein paar Monaten, schnappte sich einen Ball, ging in eine Flüchtlingsunterkunft (hier: Waldseeplatz) – und hatte im Handumdrehen jede Menge nahezu gleichaltriger Leute um sich geschart, die Lust hatten, mit ihm gemeinsam zu kicken. Ganz so wie "früher".

Leider nicht ganz so unkompliziert wie es einstmals Sitte war. Chris Huck brauchte für die Umsetzung nicht nur Muskeln, sondern auch ein gutes Nervenkostüm. Denn reibungslos läuft es nicht, wenn jemand in Baden-Baden die Idee hat, außerhalb eines Vereins mit Gleichgesinnten Fußball zu spielen und die Hobbykicker irgendwie und irgendwann und irgendwo zu einer festen, aber ungebundenen Mannschaft zu formen...

Lesen Sie die Geschichte weiter auf dem Blog der Flüchtlingshilfe-Baden-Baden => KLICK