Montag, 20. März 2017

Pulse 1


Ein großartiger Start FÜR Europa!


Zwischen 400 und 500 Menschen kam gestern zum Start des „Pulse of Europe“ in Baden-Baden. Ein Erfolg, mit dem wirklich niemand gerechnet hätte, und der sowohl die Initiatoren als auch die Teilnehmer sehr stolz machte.




Hier geht es zu den Zielen der Bewegung => KLICK

Hier geht es zu einem Bericht von „Badisches.de" zur Kundgebung => KLICK






Nächsten Sonntag geht es weiter. Immer um 14 Uhr auf der Fieserbrücke. Kurze eigene Gedanken zum Thema Europa können beim "offenen Mikrofon" kundgetant werden. Sehr spannend!


 

Freitag, 17. März 2017

Für Europa


Der Pulse of Europe – auch in Baden-Baden!


In mittlerweile 50 Städten Europas gehen tausende Menschen jeden Sonntag auf die Straße. Sie sind nicht gegen etwas. Sondern daFÜR. FÜR Europa!



Die Bürgerbewegung heißt Pulse of Europe – sie ist überparteilich und überkonfessionell. Getrieben von dem Gedanken, dass Europa mehr ist, als grenzenloses Reisen oder eine Vorschriftenmaschinerie, die die Krümmung von Gurken vorschreibt.
Europa sichert seit Jahrzehnten unseren Frieden. Garantiert Freiheit und Demokratie.
Immer mehr Menschen gehen dafür auf die Straße. Zuletzt waren es am Sonntag über 20.000!
Sie zeigen, dass ihnen Europa wichtig ist. Sie wollen nicht zusehen, wie Rechtspopulisten und Europahasser lauter sind, als die vielen anderen. Grade jetzt, wo es mit Wahlen in den Niederlanden und Frankreich für Europa um alles geht.
Nun soll der Pulse of Europe auch in Baden-Baden schlagen. Beginnend mit dem kommenden Sonntag - immer um 14 Uhr - wollen wir uns auf der Fieserbrücke treffen. Um ein Zeichen FÜR Europa zu setzen.
Die Organisation liegt bei einer kleinen Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern Baden-Badens – die der festen Meinung sind:
Wer in Frieden leben will, muss sich jetzt für Europa stark machen.




Mittwoch, 15. März 2017

Woche gegen Rassismus


Gut gegen Vorurteile

Das erste Mal finden vom 17. bis 24. März 2017 im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Veranstaltungen auch in Baden-Baden statt. Initiiert und organisiert wurden diese von der Integrationsbeauftragte der Stadt Baden-Baden, Svetlana Bojcetic, in Kooperation mit dem Bündnis „Baden-Baden ist bunt“ und dem Café International.

Alle angebotenen Veranstaltungen sind von der Einsicht geleitet, dass es keinen besseren Weg gibt Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Zusammenleben zu ermöglichen, als miteinander im Gespräch zu bleiben.

Workshop gegen Einseitigkeit

Im besonderen Maße trifft das auf den am kommenden Wochenende 17. bis 18. März angebotenen Workshop zur Anti Bias Methode zu. Der englische Begriff »Anti-Bias« bedeutet in einem wörtlichen Sinn gegen Voreingenommenheit bzw. gegen Einseitigkeit. Anti-Bias-Arbeit versucht Schieflagen auszugleichen, die ausgehend von einseitigen Sicht- und Handlungsweisen zu diskriminierendem Verhalten sowie benachteiligenden Verhältnissen führen können. Gerade in der Flüchtlingshilfe stehen die Helfenden in der Öffentlichkeit, aber auch im Bekanntenkreis oft Vorurteilen gegenüber, die es zu entkräften gilt, um ein Ankommen der neuzugewanderten Schutzsuchenden in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.

Film und Diskussion

Am 21. März dem Tag gegen Rassismus findet um 19 Uhr in der Stadtbibliothek die Vorführung des Films „Der Flüchtling in mir“ und anschließender Diskussion mit der Regisseurin Nilgün Tasman. In dem autobiografischen Dokumentarfilm „Der Flüchtling in mir“ zeigt die Regisseurin Nilgün Tasman ein Land, das nicht zum ersten Mal mit der Herausforderung konfrontiert ist, fremde Menschen zu Freunden zu machen.




Sie begleitet vier Jugendliche, die völlig auf sich allein gestellt und unter Lebensgefahr nach Deutschland geflohen sind. Jedes dieser Schicksale ist einzigartig und doch seltsam bekannt. Nilgün Tasman findet immer wieder Parallelen zu ihrer eigenen Vergangenheit als Kind türkischer Gastarbeiter. Sie begegnet Menschen, die aus unserer Gesellschaft nicht mehr weg zu denken sind, die vor vielen Jahren nach Deutschland geflohen sind und damals Ähnliches durchmachen mussten, wie die vier Jugendlichen heute. Ein Film der Mut macht und Hoffnung auf eine gelingende gemeinsame Zukunft schenkt.

Spiel und Spaß

Junge Bürger und Bürgerinnen werden gezielt mit der Veranstaltung „Asylopoly“ angesprochen, die am 23. März vom 15 bis 18 Uhr im Café des Kinder- und Jugendbüros stattfindet. Es handelt sich um ein Spiel, bei dem Teilnehmerinnen in die Rolle der Asylsuchenden in Deutschland schlüpfen. An acht Stationen erleben sie auf spielerische Weise, dass es in Deutschland nicht nur von den Fluchtgründen abhängt, als Flüchtling Fuß zu fassen, sondern auch vom Glück, von den Schleusern, von Stimmungen, von vielen persönlichen Spontanentscheidungen und ständigen Gesetzesänderungen.

Theorie und Praxis 

Den Abschluss bildet am Freitag, 24. März, um 19.30 Uhr der Vortrag der Integrationsbeauftragten, Svetlana Bojcetic, in dem sie nicht nur die praktische Umsetzung, sondern auch einige theoretische Überlegungen zum Themenkomplex „Integration“ erörtert. Der Vortrag erfolgt auf Einladung des Café International und ist im Bonhoeffersaal zu hören.

Nachfragen und Anmeldung, bitte direkt an Svetlana Bojcetic adressieren
sowie telefonisch unter 07221 -93 14778.




Freitag, 10. März 2017

Sergej Jensen


Die Perfektion des Unperfekten

Gegensätzlicher kann Kunst nicht sein!

Noch vor zwei Wochen konnte man in der staatlichen Kunsthalle in Baden-Baden im Sand baden, durch Matsch waten, in düstere Kerker krabbeln oder sich in heillos überbordendem Rosa verlieren. => KLICK
  



Jetzt herrscht fast sakrale, minimalistische Ruhe in den Räumen. Bis 18. Juni steht nun die „Perfektion des Unperfekten“ zu Debatte. Über 40 Werke des in New York und Berlin lebenden, 1973 in Dänemark geborenen Künstlers Sergej Jensen hat Kunsthallenchef Johan Holten für diese Einzelausstellung zusammengetragen – hauptsächlich bestehend aus textilen Materialien. 




Seit Ende der 90er Jahre versucht der Künstler Farben und malerische Spuren wegzulassen, das Spiel der Suche nach der Oberfläche steht im Vordergrund, die Frage „Wann gehört ein Bild zur Malerei“ wird abgetestet. Leinen, Jute, Nessel und Seide werden beklebt, bemalt, verzogen, gewaschen, zu neuen Bildern zusammengenäht. 




Geometrischer Alptraum? Darstellung der Zerbrechlichkeit? Alles vorhanden. 

Am besten hingehen und ansehen! Audio-Tour nicht vergessen, sonst ist man etwas verloren. 




Freitags ist der Eintritt (und die Audio-Tour) frei. Wer offen ist für abstrakte Kunst und neue Eindrücke sammeln will, kommt hier voll auf seine Kosten! 




Der Künstler:
Sergej Jensen (*1973 in Maglegaard, Dänemark) lebt und arbeitet heute in New York und Berlin. Jensen wuchs in Frankfurt auf und studierte dort an der Städelschule, Hochschule für Bildende Künste Frankfurt, bei Prof. Thomas Bayrle. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen international bedeutenden Gruppenausstellungen präsentiert, darunter: Decorum, Musée d’art moderne de la ville de Paris, 2013; Time Again, Sculpture Center, New York, 2011; All of this and Nothing, 6th Hammer Invitational, Hammer Museum, Los Angeles, 2011; Annette Kelm, Sergej Jensen, Wolfgang Breuer, Kunstwerke Berlin, 2009; Of Mice and Men, Berlin Biennale, 2006;  Momentum Nordice Festival of Contemporary Art, Moss (2006) und São Paulo Biennale, 2004. Einzelausstellungen zeigten unter anderem im Zuge der Verleihung des Fred Thieler Preises, die Berlinische Galerie, Berlin, 2013; weiter das MoMA PS1, New York, 2011; der Portikus, Frankfurt am Main und das Aspen Art Museum, Aspen, 2010; die Malmö Konsthall, Malmö, 2008; die Pinakothek Der Moderne München (mit Henrik Olesen), 2008; mit Schmoll, die Kunsthalle Bergen, Norwegen, 2008; die Malmö Konsthall, Schweden, 2008; mit Nomadic bags and bag faces, die Douglas Hyde Gallery, Dublin, 2007; der Kunstverein Bremerhaven, 2004 und der Kunstverein Braunschweig (mit Stefan Müller), 2003.


 Zur aktuellen Webseite der staatlichen Kunsthalle => KLICK

 


Freitag, 3. Februar 2017

G 20 - Helfer gesucht

Helfer für Demo am 17. März gesucht

Am 17. März 2017 plant das Bündnis "Erlassjahr.de" zusammen mit den christlichen Kirchen in Baden-Baden eine Demonstration anlässlich des G-20-Finanzministergipfels in Baden-Baden.

Es ist ein Aktionstag mit großer Kundgebung auf der Fieserbrücke geplant.  




Für die Umsetzung des Aktionstages zum G20-Finanzministertreffen am 17.03.17 in Baden-Baden suchen wir zwischen dem 13.3. und dem 18.3.17 Unterstützung für ca. 40 Stunden.


Die Aufgaben umfassen:
Unterstützung bei der örtlichen Logistik am Aktionstag, etwa Auf- und Abbau eines Informationszeltes, Transport der Requisiten, Befüllung von Ballons, etc.
Unterstützung bei der reibungslosen Umsetzung der Aktivitäten, etwa als Aktionshelfer/in bei der öffentlichkeitswirksamen Aktion und Kundgebung
Begleitung und Übersetzung eines englischsprachigen Referenten aus dem südlichen Afrika bei einem Vortrag und bei der Kundgebung
Sie bringen folgende Voraussetzungen mit:
ausgeprägtes Organisationstalent
Fähigkeit zu selbstständiger und zielorientierter Arbeitsweise
Identifikation mit den Zielen von erlassjahr.de und der ACK sowie den Zielen der Aktion => KLICK


Führerschein
Gute Englischkenntnisse
Zeitliche Flexibilität im genannten Zeitraum, dabei ist die Verfügbarkeit am 16.3., 17.3. und 18.3. absolute Voraussetzung.
Ortskenntnisse in Baden-Baden sind von Vorteil
Wir bieten 15 Euro pro Stunde auf Honorarbasis (bei nichtselbstständiger Anmeldung ist der Stundensatz entsprechend geringer).



"erlassjahr.de - Entwicklung braucht Entschuldung e.V." ist ein entwicklungspolitisches Bündnis in Deutschland mit ca. 600 Mitträgerorganisationen aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft. Das Bündnis setzt sich für faire globale Finanzbeziehungen zwischen Nord und Süd mit besonderem Schwerpunkt auf Schuldner-Gläubigerbeziehungen ein. Dabei steht die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern durch den Einsatz für faire Entschuldung im Vordergrund.
 
Kontakt:
erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e.V.



Kristina Rehbein

Carl-Mosterts-Platz 1

40477 Düsseldorf


Mail: k.rehbein@erlassjahr.de

Tel. 0211-4693-196

Montag, 23. Januar 2017

Frieden - Januar 2017


Bunte Demonstration für den Frieden 

Geschätzt 150 Leute kamen gestern zur Friedenskundgebung der Europa-Union auf der Fieserbrücke, um für Frieden und gegen die Abschottungspolitik eines neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump zu demonstrieren. Gleichzeitig war die Kundgebung auch eine Mahnung gegen all die rechten Kräfte, die derzeit in Europa erstarken.


 

Frieden sei kein Zustand, der selbstverständlich sei. Für Frieden müsse man sich einsetzen, gerade in dieser Zeit, in der Kriege und Terror Angst und Schrecken verbreiten. Die großen Mächte dieser Welt – USA, Russland, Türkei, aber auch die EU – zeigten keine besonnene Friedenspolitik.
Initiator Werner Henn betonte im Vorfeld der Demonstration: Wir erleben eine besonderen Woche: Am 20. Januar wurde Donald Trump der nächste Präsident der USA und zeige sich nicht als großer Staatsmann. Der 22. Januar sei der 54. Jahrestag des Elysée-Vertrags. Ein symbolischer Tag, an dem aus „Erbfeinden“ Freunde wurden, und der Grundstein der Europäischen Einigung gelegt worden sei

"Zeigen wir der Welt, wofür wir in der Weltstadt Baden-Baden und in der Region der offenen Grenzen eintreten: Für Frieden, Verständigung und Gerechtigkeit. Gegen Gewalt und Diskriminierung." 

Technsiche Schwierigkeiten verzögern den Beginn


Die beißende Kälte machte allen zu schaffen, den immerhin 150 Teilnehmerm ebenso wie den Solisten der Philharmonie, denen die Ventile ihrer Belchbalsinstrumente zufroren.




Franz Alt brachte seine Botschaften kurz und knapp auf den Punkt. Statt Mauern müsse man Brücken bauen, rief er, und: "Europa ist die Lösung, nicht die Ursache der Probleme."


 

"Frieheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut", betonte Schauspielerin Sonja Dengler vom Theater Baden-Baden, die Auszüge aus der Friedespreis-Rede der Autorin Carolin Emcke vorlas.
 
 


Auch in der Zeitung (hier der Artikel im Badischen Tagblatt) wurde groß berichtet:




Freitag, 9. Dezember 2016

45cbm - Schröder


Der Sinn des Kibbuz aus Frauensicht

Es lohnt sich immer, in der staatlichen Kunsthalle auch einmal zur Seite zu blicken. Zumindest, wenn man an der Kasse steht. Neben dem Tresen nämlich gibt es einen kleinen Raum, 45 Kubikmeter groß nur, deshalb auch sein Name 45cbm, in dem das engagierte Kunsthallenteam jungen Künstlern eine Plattform bietet. Diesmal präsentiert Kuratorin Luisa Heese (links) das Werk der in Leibzig lebenden Künstlerin Luise Schröder, das wie für diesen kleinen Raum gemacht ist.





"She takes a hand herself in history", hat die Künstlerin ihre multimediale Installation genannt, die 2015 in Israel entstand. In Fotos, Interviews und bewegten Bildern widmet sich Luise Schröder dem System Kibbuz, das sie als „Versuch einer sozialistischen Utopie in Israel“ sieht. (siehe hierzu auch den Eintrag bei Wikipedia zum Thema Kibbuz => KLICK). Besonders die Frauenbilder im Kibbuz einst und in der Gegenwart haben es der Künstlerin angetan, sie fragt sich, was an den Bildern von Frauen über Frauen anders ist als an jenen aus Männerhand. Die Werke von fünf Fotografinnen zwischen 1920 und 1970 hat sie dabei näher betrachtet und dann Frauen ausgewählt, die einige Fotos in kleinen Video-Sequenzen nachstellen. Interviews ergänzen diese Sicht auf die Entwicklung des Kibbuz und zeichnen dabei auch Parallelen zum Leben in der einstigen DDR. In dieser kleinen, aber feinen Ausstellung verbinden sich fotografische, historische und journalistische Ansätze aufs Allerbeste. 

Mehr dazu auf der Webseite der Künstlerin =>  KLICK


 
Heute Abend um 19 Uhr wird die Ausstellung in der Kunsthalle feierlich eröffnet, Interessierte sind herzlich willkommen, der eintritt ist wie immer frei. Künstlerin und Kuratorin beantworten gerne und sehr freundlich und unkompliziert jede Frage. Wer es heute Abend nicht schafft – die Ausstellung kann jederzeit (Montag Ruhetag) kostenlos besichtigt werden. Ein Blick „um die Ecke“ lohnt sich!