Donnerstag, 27. Juli 2017

45cbm -Pompéry



Flüchtiger Schein der Dinge




So, wie hier oben sehen Sie das Kunstwerk zunächst nicht, wenn Sie den Studioraum 45cbm in der staatlichen Kunsthalle betreten. Im Gegenteil, eigentlich ist dies ein leerer Spiegel, der sich jedoch füllt, wenn Sie davor stehen. Und wenn man sich nun fragt, was dies beeuten soill, lacht die Künstlerin.

Sophia Pompéry ist zwar eine Künstlerin, sich sich etwas denkt. Aber was? Das verrät sie nicht. „Der Betrachter soll sich selbst was denken!“, ermuntert die 34jährige Künstlerin aus Berlin alle Zuschauer, die in den nächsten Wochen bis zum 24. September in die staatliche Kunsthalle kommen und – quasi als Beigabe zur großen Ausstellung Liang Shuo (Bericht dazu finden Sie hier=> KLICK) – 

 


den Weg in den kleinen Studioraum neben dem Café Kunsthalle finden. In der Tat, hier gibt etwas zu sehen und zu denken. Alltagsdinge, Banalitäten fast, die bei näherem Hinschauen gar nicht mehr so alltäglich sind.

Dem flüchtigen Moment will Pompéry besonderen Ausdruck verleihen, und was kann das besser versinnbildlichen als zum Beispiel das Foto von der Passage eines Schiffes auf dem Meer, aufgenommen vom entgegenkommenden Schiff. Die Passage ist nur eine Momentaufnahme – aber welche?


Sind die zwei Flaschen, die so scheinbar einträchtig gegenüberliegen, halb voll (oder halb leer)? „Mich interessieren ganz allgemein Alltagsgegenstände - und die Physik“, sagt die Künstlerin schmunzelnd, und so wird hier ganz unaufgeregt, ja banal das Alltags-Thema Oberflächenspannung ausgereizt.



Hinter der Eingangstür ein weitere Kabinettstückchen, eine Schale voll mit sich spiegelndem Wasser – aber was geschieht, wenn man die Schale langsam austrinkt? Assoziiert man beim Anblick des Gesichts, das sich langsam über die Wasserfläche beugt, nicht automatisch einen Narzissten, der sich so lange selbstverliebt im Spiegelbild des Wassers bewundert, bis er ertrinkt? Nun, das passiert hier nicht.

Aber es passieren andere Dinge: Tritt man, wie oben beschrieben, vor den Spiegel, beginnt dieser sich plötzlich wie von Zauberhand zu füllen...



Und noch etwas passiert – oder auch nicht: Kuratorin Luisa Heese und Sophia Pompéry waren sich gestern beim Aufbau der Ausstellung noch nicht sicher, ob sie weitere Kunstwerke hängen werden oder nicht ...



Wie sie sich endgültig entschieden haben, davon kann man sich morgen Abend überraschen lassen.

Am morgigen Freitag, 28. Juli, um 19 Uhr wird die kleine Ausstellung offiziell – bei freiem Eintritt und kleiner Verköstigung – eröffnet und bis dahin hängt dann bestimmt alles an Ort und Stelle - oder auch nicht. Ein Verwirrspiel: „Wir kennen auch Alltagsdinge eigentlich nicht wirklich, sondern nur unsere Perspektive darauf. Alles kann sich ändern“, fasst Luisa Heese den Sinn der Ausstellung zusammen – in diesem Sinne: viel Spaß! 

Hier geht es zur Webseite der staatlichen Kunsthalle => KLICK 

Der Eintritt zum Studioraum neben dem Restaurant ist immer frei, der Eintritt in die große Ausstellung ist freitags frei.  
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr. 





 

Freitag, 21. Juli 2017

Kunsthalle - Liang Shuo


Berge und Wälder aus Holz zum Staunen

Wow! Was für eine Überraschung!

Wer dachte, die Kunsthalle könne sich nicht mehr steigern in der Originalität ihrer wechselnden Ausstellungen, der wird – mal wieder – eines Besseren belehrt. Doch, man kann sich steigern! „Wir wollen unsere Zuschauer immer wieder aufs Neue überraschen“, gesteht Direktor Johan Holten, und er darf sich gerne ein glückliches Lächeln gönnen, denn in der Tat: Es ist gelungen. 


große Halle
 

Nach Geld, Sand und unperfektem Minimalismus nun also Holz. Holzbretter genauer gesagt. Berge von Holzbrettern. Gebirge. Unfassbar, gigantisch, fantasievoll! Bis an die Decke hoch, bestückt mit staksigen symbolhaften Bäumen, mit stilisiertem handgefertigtem „Moos“, modelliert mit Ecken, Vorsprüngen und Tälern wie in der Natur. Entsprechend der Name der ausstellung: DISTANTtantamountMOUNTAIN. Was auf den ersten Blick zufällig und spielerisch aussieht, ist beileibe keine zufällige Beliebigkeit, sondern Ausdruck präziser Systematik, Auswuchs harter Arbeit und großen Fleißes.




Und den beweist der Künstler Liang Shuo noch während der Präsentation für die Presse. Unten im Café berichtet Kunsthallenchef Johan Holten, wie er Liang Shuo auf einer längeren Forschungsreise durch China entdeckte, oben hämmert der Künstler indes unverdrossen weiter an seinem Werk, und ist ein wenig besorgt, ob ihm genügend Zeit bleibt, auch noch den letzten der Ausstellungsräume zu füllen.



Anders als bei anderen Ausstellungen, zu denen fertige Stücke herbeigeschafft werden und der Künstler nur bestimmt, wo man welches Werk platzieren möge, baut Liang Shuo seine Exponate nämlich vor Ort, nur scheinbar zufällig. In Wirklichkeit steckt jede Menge Konstruktionsarbeit und Tüftelei dahinter. Da werden erst einmal die passenden Materialien gesucht, in diesem Fall Holz aus Abbruchobjekten der Region, Deckenlatten einer Abriss-Turnhalle, Bretter aus einer alten Kirche bei Rastatt, ja, sogar ausgediente Holzpodeste der Kunsthalle mussten dran glauben. Dann ging es ans systematische Konstruieren, das festen Regeln wie zum Beispiel in der altchinesische Tuschemalerei folgt. 

 

Für das erste, relativ kleine Stück brauchte der Künstler zwei geschlagene Tage, hämmerte, schraubte und probierte, erfand ein neues System. „Die Unterkonstruktion muss sitzen, von der ersten Schraube an steht die Form bereits fest“, lernten die Gastgeber, und Kunsthallenchef Holten trieb das erst einmal den Schweiß auf die Stirn, wenn er daran dachte, dass in weniger als sechs Wochen die Ausstellung eröffnet werden sollte. In dem Tempo wäre das nicht zu schaffen gewesen, erinnerte er sich gestern vor der Presse. Doch da konnte er dann schon wieder lachen: Mittlerweile entstanden auf den 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche der Kunsthalle regelrecht über Nacht riesige Gebirge. Bis nach Mitternacht werkelte der Künstler in den letzten Wochen täglich ohne Pause, ohne Wochenende. Was er geschaffen hat, kann und muss den Betrachtern begeistern.


Wasserfall


Berge, Brücken, stilisierte kleine Holzstücke, die den Moosbewuchs der Berge darstellen sollen, ein Wasserfall und die Spitze eines Berges, die aus dem grauen Boden der Kunsthalle emporwächst wie aus einer Wolkendecke – es ist einfach unglaublich, was der Künstler in der kurzen Zeit erschaffen hat. 






 




Alles in allem also eine absolut sehenswerte Ausstellung und tatsächlich, liebe Kunsthalle: Überraschung geglückt!


Innenansicht des Gebirges in der großen Halle


Heute ist um 19 Uhr bei freiem Eintritt feierliche Eröffnung der Ausstellung im ebenfalls neu gestalteten Café. Petra Olschowski, Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, wir die Gäste begrüßen, Direktor Johan Holten wird die Einführung übernehmen. Anschließend wird ab 21 Uhr das traditionelle Sommerfest auf der Alleeterrasse gefeiert.




Über den Künstler:
Liang Shuo (1976 im nordchinesischen Tianjin geboren) lebt und arbeitet in Peking. Sein Studium der klasshischen Bildhauerei an der Central Academy of Fine Arts in Peking beendete er im Jahr 2006. Neben einer vielzahl von einzelausstellungen in China waren seine Werke bereits interenational in zahlreichen Gruppenausstellungen zu sehen.

Die Ausstellung:
Öffnungszeiten
22. Juli bis 15. Oktober 2017
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Eintritt 7 Euro
freitags Eintritt frei

Die staatliche Kunsthalle
Hier geht es zur Webseite der Kunsthalle und dem Begleitprogramm der Ausstellung => KLICK

Hier geht es zu weiteren Beiträgen dieses Blogs über die Ausstellungen der letzten Jahre => KUNST

Hier ein sehr anschaulicher Video-Beitrag des Forums "Badisches.de", gedreht von Khalil Khalil => KLICK 









Dienstag, 11. Juli 2017

Theater - Känguru

Das schwule Känguru sorgt für Wirbel

- und begeisterte Zuschauerreaktionen


Bundesweit hat das Theater Baden-Baden in den letzten Wochen mit seinem Kinderstück „Ein Känguru wie du“ für Wirbel und hitzige Diskussionen gesorgt. Warum? Immer weniger Schulklassen buchten das Stück im TIK, so dass man es schließlich nach sieben statt der geplanten 15 Vorstellungen absetzen musste. Warum war das Stück ein Flop? Das Theater stand zunächst vor einem Rätsel. Es gab keinen offenen Protest, keine Dmemonstrationen, die Ablehung erfolgte lautlos, schleichend. Erst als man gezielt nachfragte, warum die Kinder ausblieben, hörte man, dass es offenbar in der Elternschaft Vorbehalte gegen das Stück gab, vermutlich weil die Hauptperson ein schwules Känguru war.

Abgesetzt, weil es um das Thema Schwule und Lesben ging? In einer Zeit, in der gerade erst die Ehe für alle beschlossen worden war? Verwundert rieb man sich die Augen, nicht nur in Baden-Baden, und schnell war die Empörung da.

Es wurde hin und her diskutiert. Weil aber nicht alle, die sich da aufregten, das Stück vor seiner Absetzung gesehen hatten (es war ja schließlich hauptsächlich vormittags für Schulklassen gelaufen), entschloss sich das Theater zu einer szenischen Lesung mit anschließender Diskussion. 

 
Intendantin Nicola May erläuterte die HIntergründe zur Absetzung des Stücks
 
Angesicht ders Wirbels war die Resonanz allerdings verhalten. Gerade mal halb voll war das Parkett im Theater. Und wie sich später herausstellte, waren eher die Befürworter und offenen Neugierigen in der Mehrzahl. Diejenigen, die den Wirbel mit ihrer stillen Ablehnung ausgelöst hatten, schienen nicht vertreten zu sein. Wer aber gekommen waren, genoss das Stück mit sichtlichem Vergnügen und belohnte die großartigen Schauspieler mit begeistertem Applaus.

Warum das Stück solch ein Flop geworden war, blieb allerdings auch in der anschließenden lebhaften Diskussion weiterhin nebulös. Angst der Eltern, dass ihre Söhne durch das Stück schwul werden könnten? Sorge, dass (in einem preisgekrönten Kinderstück ab acht Jahren?) tierische Sexspiele auf der Bühne zu sehen sein könnten? Das Lachen blieb einem angesichts derlei Mutmaßungen im Halse stecken. Auch die Überlegung, die Lehrer könnten abgeblockt haben, weil sie sich nicht einer Diskussion um Schwule und Lesben aussetzen wollten, erwies sich als haltlos, denn das Theater hatte ja das Stück stets theaterpädagogisch mit Workshops und Nachgespräche in den Schulen begleitet.

In ihrer Einführung betonte Intendantin Nicola May, dass Stückeschreiber Ulrich Hub (Jahrgang 1963) keineswegs ein sexuelles Aufklärungsstück geschrieben habe, sondern dass es ihm in seinen Werken immer um Themen gehe, die die Gesellschaft und Kinder bewegen. Im vorliegenden Fall waren dies Freundschaft, Toleranz, Liebe und Kampf gegen Vorurteile. „Er ist ein ernsthafter Mensch, er will mit seinem Stück etwas erreichen.“ In einem Wettbewerb gewann das Werk den Kinderjurypreis, in Köln läuft es seit drei Jahren mit großem Erfolg. 
 
Auch in Baden-Baden habe man mit großer Freude an dem Stück gearbeitet, man habe das Känguru auch einigen Eltern und Lehrern gezeigt, die es positiv aufnahmen - „aber es lief nicht so richtig“. Nachfragen ergaben dann zum einen, dass sich nicht jeder Lehrer mit Thema Schwulsein stellen wollte und Eltern ihre Kinder noch nicht mal in die Schule ließen, wenn das Stück dort nur besprochen wurde. Auch an der Theaterkasse wurden Vorbehalte geäußert, wenn die Anrufer erfuhren, um was es in dem Stück ging.

Anders als im großen Haus, in dem jeden Abend ein anderes Stück gezeigt werden kann und man somit auch relativ flexibel auf Zuschauervorlieben reagieren kann, ist man im TIK sehr begrenzt. Wenn das Bühnenbild dort einmal steht, dann kann es für die veranschlagte Zeit der Aufführungen nicht einfach geändert werden. Und das bedeutet: Wenn ein Stück nicht besucht wird, dann ist die ganze Spielstätte lahmgelegt. Das habe man sich nicht mehr leisten können und wollen und das Stück daher für die nächste Saison abgesetzt – und damit eine bundesweite Diskussion losgetreten. „Wir standen in der Süddeutschen direkt unter einem Artikel über Donald Trump“, amüsierte sich Nicola May, die im übrigen nicht den Eindruck hatte, es handele sich bei der Ablehnung des Themas um eine rein Baden-Badener Haltung.

Aber sie wolle sich auch nicht entmutigen lassen, sagte sie.
Die Reaktion des Publikums auf die mitreißende szenische Lesung (Darsteller: Nadine Kettler als Dompteur, Sebastian Brummer als kluger Panther Lucky, Sonja Dengler als quirliges Känguru Django und Patrick Schadenberg als pummeliger Tiger Pascha) zeigte jedenfalls deutlich, dass das letzte Wort zu diesem Stück noch nicht gesprochen sein sollte. Gibt es noch einmal eine Lesung? Oder eine Familienaufführung? Oder eine Sondervorstellung für die Lehrerschaft? Vorschläge gab es genug, und die Intendantin zeigte sich nicht abgeneigt, darüber nachzudenken. Allerdings: „Wir brauchen auch ein Signal der Schulen, dass sie dann auch wirklich kommen.“

Zum Inhalt (übernommen aus dem Programm des Theaters => KLICK  )

EIN KÄNGURU WIE DU

von Ulrich Hub

Nicht verheiratet, nicht verlobt, aber auch nicht Single? Da stimmt was nicht. Pascha und Lucky fällt’s wie Schuppen von den Augen: Ihr Dompteur ist schwul. Deswegen die glitzernden Kostüme und das üppige Parfüm! Was Schwulsein bedeutet, ist den beiden jungen Raubkatzen zwar nicht so ganz klar, klar aber ist, dass das überhaupt nicht geht. Deshalb verlassen sie
den Dompteur kurz vor einer großen Zirkusshow, ihre mühsam einstudierte Nummer fanden sie immer schon ein bisschen läppisch. Als sie dem boxenden Känguru Django begegnen, wissen sie sofort: Das ist ein Siegertyp. Bis sich herausstellt, dass Django schwul ist.

Jeder soll leben und lieben, wie er will. Alle würden das sagen, aber meinen es auch alle ernst? Spielerisch zeigt Ulrich Hub in EIN KÄNGURU WIE DU, wie die beiden Raubkatzen Pascha und Lucky sich in ihren eigenen Vorurteilen immer wieder verheddern: Bis sie am Ende doch mit ihrer Nummer in der Manege stehen – zusammen mit dem Dompteur und Django! –, erleben sie so manche Überraschung.








Freitag, 7. Juli 2017

Burda - Graham

 
Rodney Graham sorgt für Verjüngungskur:

"Kunst mit Stecker" der feinsten Art

Wer erinnert sich noch an die große JR-Ausstellung des Burda-Museums in Baden-Baden, als man überall in der Stadt Leute mit riesigen zusammengerollten Plakaten durch die Stadt laufen sah? Damals rieb man sich die Augen und staunte, dass das etwas behäbige Burda-Museum auch „jung“ konnte – dank Patricia Kamp, die der Motor zu dieser Show gewesen war.

Und auch jetzt, ein paar Jahre später, hat sie wieder die Hand im Spiel bei der ungewöhnlichen Lightboxes-Show des kanadischen Künstlers Rodney Graham. Sie war es, die den Mann und seine ungewöhnlichen Werke entdeckt hatte, gab der neue Direktor des Museums, Henning Schaper, gestern bei der Pressekonferenz zum Auftakt der Ausstellung unumwunden zu. Und so mausert sich das Burda-Museum im 13. Jahr seines Bestehens: Es habe die Pubertät hinter sich gelassen und zeige, dass es zu Lebendigkeit und Wandel fähig sei, sagte Schaper. Die klassische Moderne werde immer Bestandteil bleiben, versicherte er, aber man wolle eben auch vital und lebendig sein und die Zuschauer immer wieder überraschen.

Von links: Henning Schaper, Patricia Kamp, Rodney Graham


Das gelingt dem Haus nun zweifelsfrei. Als „Kunst mit Stecker“ seien die neuen Kunstformen manchmal belächelt worden, verriet Patricia Kamp augenzwinkernd. Aber nun ist er da, der große Rodney Graham, der „Mann mit den tausend Gesichtern“ und „melancholische Zeitreisende“, der 1949 in Vancouver geboren wurde. 




Er selbst sieht sich eher als Produzent seiner Kunstwerke, nicht als Fotograf. Die Technik überlässt er anderen, gibt er zu, und dass die Fachleute viel mit Photoshop arbeiten, versteht sich offenbar von selbst. Der Künstler lächelt dazu, ihm geht es um die Performance an sich, die Idee, die er oft Jahre mit sich herumträgt, und die er dann binnen zwei, drei Monaten umsetzt – immer nur mit einer Hauptperson: Rodney Graham himself. 


 

Die Kunstwerke Grahams sind vielschichtig, abwechselungsreich, überraschend und oftmals sehr witzig! Hingehen lohnt sich, ganz nahe an die Werke herantreten und einfach nur angucken! 




Das prominenteste Stück ist zweifellos im großen Saal im Erdgeschoss der schlafende Antiquar in seinem Laden. Mit welcher Akribie Graham all die Requisiten und Utensilien zusammengetragen hat, die zwangsläufig in einem Antiquariat zu finden sein müssen! 



 

Es macht Spaß, sich die „lightboxes“ - überdimensionale ausgeleuchtete Fotografien von unglaublicher Brillanz – anzuschauen. 

 

Gehen Sie ins oberste Stockwerk und betrachten den Koch, der keinen "Bock" mehr hat und unter einer Birke eine Zigarette raucht. Sehen Sie, dass in seinem Ärmel ein Löffel steckt? Und dass er ein Pflaster am Finger hat? 

 


Und versäumen Sie nicht, ins Film-Kabinett einzutauchen und den tanzenden Kronleuchter zu bestaunen! Was für eine Idee! Unvorstellbar!

Wem das alles nicht reicht, wer nun am liebsten selber aktiv werden würde, dem sei – und nun kommen wir zum Beginn meiner Ausführungen zurück – der Gang ins Untergeschoss angeraten. Hier kann man in allen möglichen Requisiten wühlen, sich verkleiden und Teil eines Bildes werden. Man kann sich dabei selbst mit dem Handy fotografieren (lassen), oder die Hilfe eines Museum-Mitarbeiters erbitten. Dann bekommt man seine eigene Foto-Installation nämlich sogar ausgedruckt und kann sie mit nach Hause nehmen. Nicht so groß wie einst die JR-Poster, nur normales Fotoformat – aber immerhin!




Jedenfalls habe ich vorhin während der Pressekonferenz das Team des ZDF dabei erwischt, wie es sich mit großem Spaß der Aufforderung zum Spielen, Tanzen, Improvisieren hingab. Das Ergebnis sollte heute Abend zu sehen sein, denn selbstverständlich werden alle großen Medien über dieses Spektakel berichten.



Wer die Austellung nun vor den Besuchermassen sehen will, dem sei noch etwas geraten: An diesem Wochenende findet ausgerechnet in der Lichtentaler Allee das Oldtimermeeting statt, und eigentlich sind die Wege zum Museum abgesperrt, bzw. man muss Eintritt zahlen. Nein, muss man NICHT! Man versicherte mir, es gäbe ein Agreement, dass Sie ohne Eintritt durchgelassen werden, wenn Sie sagen, dass Sie ins Museum wollen (und wenn Sie dies auch wirklich auf direktem Wege tun)!

Also, auf geht’s! Kunst macht Spaß! Auch im Burda-Museum!

Die Ausstellung ist ab morgen bis zum 26. November dienstags bis sonntags und an allen Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Hier geht es zur Webseite des Museums => KLICK

Und hier zum umfangreichen Rahmenprogramm mit Musik, Sonderführungen, Lyrik und der langen Nacht der Kunstmeile am 29. Juli => KLICK

Und hier geht es zur Seite und zu den Filmen des SWR, Sendung "Kunscht", die aus ihrer Begeisterung für diese Ausstellung keinen Hehl macht => KLICK
 



P.S. Einen Katalog zur Ausstellung gibt es natürlich auch!




Donnerstag, 6. Juli 2017

Sommertheater 2017



Jetzt geht es los!
 Sommerabende vom Feinsten!

Das beliebte Sommertheater, das ein Jahr pausiert hatte, geht ab Samstag, 15. Juli 2017, endlich weiter! Wieder ist es der unermüdlichen Cornelia Bitsch gelungen, ein überaus kurzweiliges Programm zusammenzustellen - und es gibt keinen schöneren Ort in Baden-Baden
für diese unvergesslichen Sommerabende! 


Foto: Andy Huber


Hier geht es zum Programm: 

 
Sommertheater 2017
im Baldreitgarten

Jetzt erst recht…“
mit Ela Romberg und André Thoma (Akkordeon)
Samstag, 15. Juli um 19:30 Uhr
Dauer ca. 1 Stunde 45 Minuten/inkl. ¼ Std. Pause
Sinnliches, Sinniges, Blödsinniges von Kästner bis Kreisler bringen die beiden renommierten Künstler in versierter Weise auf die Bühne, und strapazieren so die Lachmuskeln ihres Publikums, doch auch leise, nachdenkliche finden Töne ihren Weg auf die Bühne.
 
Murzarellas Music-Puppet-Show-
Bauchgesänge und andere Ungereimtheiten“
mit Sabine Murza und Andreas Schröder (Klavier)
Donnerstag, 20. Juli um 19:30 Uhr
Dauer ca. 1 Stunde 45 Minuten/inkl. ¼ Std. Pause
Sabine Murza alias Murzarella ist nicht nur Bauchrednerin
sondern auch Bauchsängerin. Eine Kanalratte aus Wanne-Eickel,
die Heavy Metal röhrt, ein verrückter Kakadu, der herzergreifend
Schlager singt und eine kapriziöse Buchhalterin, die in schönstem
Klassiktimbre Opernarien schmettert.

Foto: David Hollstein


 
Geht Baden“
mit dem König von Baden - Kabarettist Jörg Kräuter
Freitag, 21. Juli um 19:30 Uhr
Dauer ca. 1 Stunde 50 Minuten/inkl. ¼ Std. Pause
Jede Region braucht eine moralische Instanz, so hat Baden seinen Jörg Kräuter, den ersten und einzigen König von Baden, einen Leuchtturm, einen der mit guten Beispiel voraus stolpert. 40 Jahre Regentschaft, eigentlich ein Anlass zum Jubeln, doch der Badische Volkskörper ist in schlechter Verfassung. Unüberhörbar hallt es über die Schwarzen Wälder: „Geht Baden!“
 
 
Alte Liebe“
von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder
mit Cornelia Bitsch und Berth Wesselmann
Samstag, 22. Juli um 19:30 Uhr
Dauer ca. 1 Stunde 50 Minuten/inkl. ¼ Std. Pause
weitere Vorstellungen:
Samstag, 29. Juli um 19.30 Uhr; Freitag, 4. August um 19:30 Uhr
Samstag, 5. August um 19:30 Uhr; Freitag, 11. August um 19:30 Uhr;
Samstag, 12. August um 19:30 Uhr
Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist nicht spurlos vorbeigegangen an Lore und Harry. Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit dem frisch pensionierten Harry untätig im Garten zu sitzen…! Dann will Tochter Gloria auch noch einen älteren, steinreichen Industriellen heiraten… , wie konnte es so weit kommen?
Cornelia Bitsch und Berth Wesselmann erzählen in umwerfenden Dialogen gefühlvoll und bewegend die Geschichte eines Ehepaars. Komischer sind die Szenen einer Ehe noch nicht erzählt worden.
 

Und immer wieder…
Love Letters“
von A.R. Gurney
mit Cornelia Bitsch und Berth Wesselmann
Freitag 28. Juli um 19:30 Uhr
Dauer ca. 1 Stunde 45 Minuten/inkl. ¼ Std. Pause
Die berührende, aber missglückte Liebesgeschichte
zweier vollkommen unterschiedlicher Menschen,
die sich von Kind an kennen, sich nie ganz aus den
Augen verlieren, ihr Leben lang Zwiesprache halten,
in heiteren, frivolen, sehnsuchtsvollen, banalen, drastischen
und berührenden Briefen. Beider Leben hätte einen vollkommen
anderen Verlauf nehmen können, wenn sie den  Mut gehabt hätten,
sich zu sich selbst und ihrer „unmöglichen“ Liebe zu bekennen.

Foto: Fernau&Weldle Fotografie+Design Baden-Baden

 
 
Eintrittskarten gibt es
im Ticketservice in der Trinkhalle
Dienstag bis Samstag 10:00-18:00 Uhr;
Sonn- und Feiertag 14:00-17:00 Uhr;
Telefon 07221/93 27 00
 
in der Weinstube zum Baldreit
Telefon 07221/2 31 36
 
über Frau Bitsch
07221/6 33 66
 
und an der Abendkasse
 
Eintritt Euro 22,50 (inkl. Häppchen und 1 Getränk)

Gerne können Sie uns einen Beitrag auf IBAN: DE15 6625 0030 0030 2040 44
Swift – BIC: SOLADES1BAD bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau überweisen. Selbstverständlich stehe ich Ihnen auch sehr gerne für ein ausführliches Gespräch zur Verfügung
 
Herzlichen Dank
Ihre Cornelia Bitsch



... und hier geht es zu einem kleinen Werkstattbesuch bei der quirligen Allround-Künstlerin aus dem Jahr 2014 => KLICK





Montag, 12. Juni 2017

ikw 2017 Auftakt


Startschuss für Interkulturellen Wochen 2017

Motto: „Angekommen in Baden-Baden!“
 
Baden-Baden. Das erste Vorbereitungstreffen der diesjährigen Interkulturellen Wochen (IKW), zu dem die städtische Integrationsbeauftragte, Svetlana Bojcetic, eingeladen hat, ist auf reges Interesse gestoßen. Viele bereits sehr konkrete Veranstaltungsideen rund um interkulturelle Begegnung und Verständigung wurden eingebracht, so dass auch dieses Jahr ein vielversprechendes Programm zu erwarten ist. Der voraussichtliche Beginn der IKW ist bereits für Mitte September vorgesehen, die abschließenden Veranstaltungen werden in der ersten Oktoberwoche stattfinden. Mitwirkende sind unter anderem Vertreter der Kirchen, der Synagoge, des Netzwerk Asyl, des Museum Frieder Burda sowie des Bündnis „Baden-Baden ist bunt“, des Jobcenters, der Arbeitsagentur und des Vereins Zeitkunst. Das Team um Dimitriy Becker ist zuständig für den Internetauftritt der IKW. Für das Programmlayout ist Grafikerin Birgit Steuer verantwortlich. Beide lieferten hilfreiche Vorschläge zur Gestaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Organisatorisch unterstützt wurde das Vorbereitungstreffen durch die Ehrenamtskoordinatorin Katharina Thomas.



Über das rege Interesse bei der Vorbereitung der diesjährigen Interkulturellen Wochen und viele interessante Veranstaltungen freut sich die städtische Integrationsbeauftragte Svetlana Bojcetic (Dritte von rechts) (Foto: Pressestelle)

Der Film „Angekommen in Baden-Baden - Aus Flüchtlingen werden Mitbürger“ ist ein Höhepunkt des neuen Programms. Er zeigt an konkreten, nicht repräsentativen Beispielen, wie erste Schritte einer Integration gelingen können. Gemeinsam mit Auszubildenden des SWR hat das Bündnis „Baden-Baden ist bunt“ diesen Film in Eigenregie produziert. Der Filmtitel ist übrigens zugleich das lokale Motto der diesjährigen IKW.

Einen ganz besonderen Beitrag bereitet der junge syrische Filmemacher Abdullah Rajab Almalla (Film „Schatten“) dieses Jahr vor. Er möchte mit der Fotoausstellung, die aktuell noch die Überschrift „Untergegangen“ trägt, auf die Situation all jener aufmerksam machen, die den weiten Weg ins sichere Europa nicht geschafft haben.

Das Museum Frieder Burda, vertreten durch Brigitte von Stebut, überlegt sich unter der Arbeitsüberschrift „Begegnung vor einem Kunstwerk“, mit Neuzugewanderten über die gezeigte Kunst ins Gespräch zu kommen. Die Stadtbibliothek bietet unter anderem wieder Lesereisen für Kinder in verschiedenen Sprachen an. Das Stadtteilzentrum Briegelacker der Caritas, bereitet einen interkulturellen Beitrag vor. Die Brücke 99 hat wieder spannende Angebote für Kinder und Jugendliche vorgesehen.

Wie jedes Jahr leisten die religiösen Gemeinschaften einen wichtigen Beitrag zur IKW. Die christlichen Kirchen laden Menschen aller Nationalitäten zu ihren Gottesdiensten ein. Am Sonntag, 24. September, lädt zum Beispiel die Evangelische Stadtkirche zum Interkulturellen Gottesdienst ein, die Predigt hält Pfarrer Martin Nngoubamdjum aus Kamerun. Die Synagoge öffnet ihre Pforten am Mittwoch, 27. September, und am Dienstag, 3. Oktober, ist der traditionelle Tag der offenen Tür in der Steinbacher Moschee. In vielen Gemeinden wird es zudem weitere Veranstaltungen geben. Bundesweit steht die IKW unter dem Motto „Vielfalt verbindet.“ und weist damit auf ein Integrationsverständnis hin, welches alle meint. Und zwar sowohl die „Alten Deutschen“ als auch die „Neuen Deutschen“, wie Professor Dr. Annette Treibel in ihrem Vortrag „Integriert euch!“ Ende September erläutern wird.
Das ist nur ein kleiner Teil der bereits feststehenden Programmpunkte, weitere sind noch in Planung“, zieht Svetlana Bojcetic ein aktuelles Fazit der ersten Vorbereitungen. Organisationen, Institutionen, Vereine und Initiativen lädt sie deshalb nachdrücklich ein, sich im Rahmen der Interkulturellen Wochen am Projekt „Vielfalt verbindet.“ zu beteiligen. Bis Freitag, 30. Juni, besteht noch die Möglichkeit, sich mit eigenen Veranstaltungsangeboten an die Integrationsbeauftragte zu wenden.
Kontakt:
Telefon 07221/93-14778.

Dienstag, 16. Mai 2017

Theatersaison 2017/18


"Wir"-Suche am Goetheplatz spannt
Bogen von Faust bis Lehman Brothers

Wir“ sind das Volk - „Wir sind für Europa“ - „Wir müssen das Abendland retten“ - unsere Gesellschaft ist heutzutage geprägt von Gruppenmeinungen, die aus unterschiedlichen Richtungen das „Wir“ für sich proklamieren. Darüber gilt es nachzudenken, entschloss sich Theaterintendantin Nicola May und kreierte zusammen mit ihrem Team das Motto der neuen Spielzeit am Goetheplatz: „Wer ist Wir?“ will das Ensemble mit vielen unterschiedlichen Aufführungen ergründen. Gestern wurde das neue Programm des Theaters vorgestellt, das einen Bogen spannt von der Oktoberrevolution in Russland 1905 bis zum Beginn der Wirtschaftskrise durch den Zusammenbruch der Lehman-Brothers.




Gleichzeitig erinnerte die Intendantin auch an einige Jahrestage, die speziell in Baden-Baden gefeiert werden können: Vor 25 Jahren (1989 bis 1992) zum Beispiel wurde das Gebäude komplett renoviert und saniert – was man mit sehr eindrucksvollem Vorher-Nachher-Fotografien im Jahresprogramm dokumentiert hat – und seit einhundert Jahren gibt es am Theater Baden-Baden bereits ein festes Schauspielensemble. Stadt und Land hätten allen Grund, sehr stolz sein, meinte May: Es sei „ein großer Schatz – sowohl was für das Haus geleistet worden ist, als auch, was das Haus aus sich heraus für die Bevölkerung leistet.“ 



 
Grund genug zur Freude also!

Und so stürzen sich die 17 fest angestellten Mimen nun in ihre ambitionierte, komische, musikalische, spannende und unterhaltsame Arbeit und bieten dem Publikum alles, was das Herz nur begehren kann.

Faust“-Liebhaber zum Beispiel werden nächstes Jahr voll auf ihre Kosten kommen: Nicht nur, das Faust I wieder aufgeführt wird, nein, Regisseur Harald Fuhrmann konnte auch gewonnen werden, den zweiten Teil auf die Bühne zu bringen. Für ganz hartgesottene Begeisterte wird es den Faust daher sogar im Doppelpack geben: Entweder an einem Sonntag (4. Februar 2018) hintereinander um 14 (Teil 1) und um 19 Uhr (Teil 2), oder an einem Wochenende Samstag, 21. April um 20 Uhr (Teil 1) und Sonntag, 22. April (Teil 2).

Das zweite Großprojekt der Saison ist die Geschichte der Lehman Brothers, die am 27. und 28. April 2018 Premiere feiert. In sehr einfacher Sprache werden hierbei die komplizierten Zusammenhänge erklärt, die schließlich zur großen Wirtschaftskrise 2008 geführt haben. Bei diesem Stück befinden sich die Zuschauerplätze übrigens auf der Bühne, deshalb ist die Platzanzahl begrenzt, so dass es auch zwei Premierentermine geben wird.

Neben diesen Großprojekten feiert zum Beginn der Saison am 9. September Maxim Gorkijs Vorrevolutions-Drama „Kinder der Sonne“ Premiere. Es folgen das fetzige Rockmusical „Fast normal“ (Premiere 21. Oktober), die wortwitzige Familienkomödie „Bella Figura“ von Yasmina Reza (10. November), sowie „Sonny Boys“, eine augenzwinkernde Hommage an den Beruf des Schauspielers (9. Februar 2018) und als Klassiker Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ (18. Mai 2018).

Im Frühjahr wird es wieder eine Koproduktion mit den Osterfestspielen geben: Mozarts Oper „La Finta Giardiniera“ wird das Publikum ab 25. März entzücken. Und im Sommer begibt sich das Theater wiederum ins Freie und wird ab 15. Juni 2018 den Marktplatz mit Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ beleben. Regisseurin Jenke Nordalm werde dafür sorgen, dass dieses Stück nicht frauenfeindlich herüberkommt, verriet Chefdramaturgin Kekke Schmidt auf der Pressekonferenz.

Highlight für die Kinder wird natürlich wieder das allseits beliebte Weihnachtsmärchen sein, das sich diesmal dem stärksten Mädchen der Welt zuwendet: „Pipi Langstrumpf“ wird ab 26. November die kleinen Theatergänger (ab fünf Jahren) ins Theater locken.
Leona Lejeune stellte außerdem noch das Programm des „Jungen Theaters“ vor, das die Stücke „Auerhaus“, „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ und „Was sind wir und was hat Barbie damit zu tun“ im TIK aufführen wird. Das Programm werde aber im Herbst noch einmal gesondert vorgestellt, hieß es.

Die Dramaturgin und Leiterin des Jungen Theaters Baden-Baden, Leona Lejeune, Verwaltungsleiterin Marie Luise Leibing, Chefdramaturgin Kekke Schmidt und Intendantin Nicola May (von links nach rechts) freuen sich auf die neue Theatersaison.  (Foto: Julia Klaas)

Bleibt noch zu erwähnen, dass natürlich keine Theatersaison ohne ein Solo von Max Ruhbaum denkbar ist. „Wer ist Max?“ heißt dessen Auftritt ab 5. April 2018 folgerichtig.

Desweiteren spannt das Theater seinen Schirm an Wiederaufnahmen auf: Neben Faust I gibt es wieder beziehungsweise weiterhin die erfolgreichen Dauerbrenner „Tartuffe“ (auch an Silvester), „Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit“, „Anatevka“, im Spiegelfoyer sind „Das Fräulein von Scuderi“, „Switzerland“ und „Am Hang“ zu sehen, sowie im TIK, bzw. mobil: „Patricks Trick“ und „Ronny von Welt“. Dass "Fit dürs Abi in 5 Tagen" weiterläuft, steht ebenfalls außer Frage.

Was bleibt? Die Hoffnung auf eine ähnlich erfolgreiche Spielzeit wie 2015/16. Da strömten sage und schreibe 70 000 Zuschauer ins Theater Baden-Baden. Und noch ein Termin zum Vormerken: Am 23. September wird wieder das beliebte Theaterfest gefeiert.